Die Temperaturen bleiben hoch und ich versuche möglichst energieeffizient
meine Kilometer abzufahren. Heute hat noch ein kräftiger Nord-Ost Wind eingesetzt, welcher zwar fast von vorne bläst aber auch ein wenig Kühlung bring. Dies versuche ich mir jedenfalls als
Positives einzureden. So geht die Strecke über Land, dem Rhein entlang und durch einige Dörfer. Karlsruhe lasse ich rechts liegen, dort hat nur die «Überführung» eines Hafenbeckens eine
Überraschung für mich übrig. Eine Treppe mit ca. 35 Metalltritten und dem netten Hinweisschild «Schiebemulde benutzen». Mit etwas Kraftaufwand ging es die Treppe rauf und mit etwas Angst wieder
hinunter. Alles gut gegangen. 10 Kilometer vor dem Ziel in Speyer, hatte ein Waldweg noch eine weitere Überraschung für mich übrig. Ein grosser, abgebrochener Baum lag quer über dem Weg. Wie der
Tschumi so ist, er ist zu faul die Packtatschen abzuhängen und sie und das Fahrrad über den Baum zu tragen. Nein, er muss sich durch den dicht bewachsenen Wald kämpfen um den Baum zu umgehen. Was
er nicht berücksichtigt hatte, der Baum war länger als angenommen, der Bewuchs stärker als erhofft und die Mücken reagierten auf meinen Schweiss wie der Stier auf das rote Tuch in der Arena. Mit
viel Murks und fluchtartigem davon Pedalen, wohlverstanden dabei immer um mich schlagend um alle Mücken loszuwerden, hatte ich auch dieses Intermezzo hinter mich gebracht.
In Speyer checkte ich im Hotel Ibis ein, erledigte die tägliche Kleiderwäsche und Körperpflege und machte mich auf den Weg die Altstadt von Speyer und den Dom zu besuchen.
Der Dom zu Speyer; zwischen 1024 und 1030 wurde mit dem Dombau begonnen. 1061 war der größte Kirchenbau der damaligen Welt fertig und der Dom wurde geweiht. 1981 wurde der romanische Kirchenbau
in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
In der Altstadt tauchte plötzlich das historische Feuerwehrauto „Emma“ (laut Homepage) der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Schifferstadt mit Kommandofahrzeug auf. Der Grund war schnell klar, tauchte
doch schon bald das Hochzeitspaar auf welchem die Ehre erwiesen wurde. Ob der Bräutigam, die Braut oder alle Beide der Feuerwehr angehören entzieht sich meiner Kenntnis. Wie es sich gehört,
fuhren sie mit dem Brautpaar eine Ehrenrunde. Offensichtlich ist die grosse, runde, silberne Glocke auf der Beifahrerseite defekt, denn der Beifahrer musste durch das offene Fenster mit einem
Hammer auf das Ding einhauen. Es war laut aber der Beifahrer hatte Spass dabei.
Ein paar Zahlen:
84.0 km gefahren
Schönes, sehr heisses Wetter
23°C min. Temp
34°C max. Temp
27°C durchsch. Temp
130 m positive Höhendifferenz
142 m negative Höhendifferenz
20.3 km/h durchsch. Fahrgeschwindigkeit
33.1 km/h max. Fahrgeschwindigkeit
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Chrige u Thomas (Donnerstag, 27 Juni 2019 21:42)
Ja dä Coupe hesch du dir wahrhaftig verdient� hesch öppe no chönne es küehls Bad näh im Rhyn�♂️�♂️�♂️Liebe gruess us em Gürbetall
Michael & Rebecca (Freitag, 28 Juni 2019 14:23)
Wie machst Du das nur, dass Dir die Feuerwehr auf Schritt und Tritt (oder Rad auf Rad ;-)) begegnet?
Die Wasserqualität des Rheins scheint sich übrigens laufend zu verbessern. Sobald bei den letzten Stauwehren die Fischtreppen gebaut sind, wird über eine Wiederansiedlung des Lachses nachgedacht. Toll, nicht wahr?