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#29 Wieder auf dem Fahrrad

Heute Sonntag 29.07.2018 soll es heiss werden. So entschliesse ich mich auch heute schon um 07:00 Uhr das Hotel Magdas zu verlassen und in das noch schlafende Wien hinein zufahren. Frühstücken werde ich irgendwo unterwegs. Und so fahre ich bei Temperaturen von schon über 20°C durch Wien an die Donau und an den Donauradweg. Nebst den Penner und übernächtigten jugendliche Gruppen welche herumhingen, waren bereits sehr viele joggende und Fahrrad fahren Sportbegeisterte unterwegs. Auch sie wollten offensichtlich die kühleren Morgenstunden ausnutzen. So fuhr ich Kilometer um Kilometer der Donau entlang und freute mich auf ein Kaffee und ein Brötchen. Nun hatte ich aber die Rechnung ohne die österreichischen Wirte gemacht, denn am Sonntag öffnet hier nichts vor 10:00 Uhr! In Tulln musste natürlich das Nibelungendenkmal als Fotosujet hinhalten. Auch in Tulln gab’s kein Kaffee, grosser Markt und kein Durchkommen mit dem beladenen Fahrrad. Erst nach über 40 Kilometer Fahrt, in Langenschönbichl, wurde ich erlöst und es gab das ersehnte Kaffee und ein Schinkenbrot.
Im Gegensatz zu Ungarn oder der Slowakei es nun viel Fahrradverkehr auf dem Donauradweg. Meine neue Klingel hat sich schon bewährt. Die grosse Fahrrad-Karawane ist aber in die Gegenrichtung, das heisst Fluss runter, unterwegs. Es ist Ferienzeit und so sind auch viele Familien unterwegs. Um sicher zu sein eine Unterkunft für die Nacht zu finden, buche ich jeweils bereits am Vortag für den nächsten Tag. Somit bin ich weniger flexibel aber ich habe ein Bett auf sicher. Ich buchte gestern im Campus Krems. Ein „Hotel“ für Studenten welche hier auf dem Campus studieren.
Kurz vor Krems deckte ich mich in einem Tankstellenshop mit Trinken und einem Sandwich ein. Draussen standen drei schwerbepackte Fahrräder. Im Shop drei Frauen in Radlerhosen. Hoppla dachte ich, wo wollen die denn hin. Und als wir uns draussen bei den Fahrräder beim Einpacken der Esswaren trafen, kamen wir ins Gespräch. Polin, Peruanerin und Norwegerin, sind unterwegs nach Griechenland. Sie fragten mich ob ich wüsste welches der beste Weg nach Villach sei. Wien meint ihr? Nein Villach. Wo liegt denn Villach? Im Süden. OK Ich nehme meine alte 1:200'000 Karte von Österreich aus den Packtaschen. Zum Glück hatte ich sie nicht weggeworfen. Villach liegt im Süden Österreichs, nördlich der Slowenischen und Italienischen Grenze. Wir diskutierten einige Wegvarianten und mir kam der Italiener in den Sinn mit welchem ich im Mur-Tal gesprochen hatte. Auch er war auf der Nord-Süd Route unterwegs. Von meiner Karte machten sie noch ein paar Handy-Fotos und wir verabschiedeten uns anschliessend mit den besten Wünschen für die bevorstehenden Strecken.

 

 

Ein paar Zahlen:
88.5 km gefahren
leicht bewölkt, warm bis heiss
23°C min. Temp
36°C max. Temp
26°C durchsch. Temp
123 m positive Höhendifferenz
94 m negative Höhendifferenz
18.8 km/h durchsch. Fahrgeschwindigkeit
30.2 km/h max. Fahrgeschwindigkeit

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Wenger Elisabeth und Franz (Sonntag, 29 Juli 2018 22:43)

    Das so langersehnte Kaffee schmeckte sicher vorzüglich �
    So nach 40 km wahrlich verdient. Diese Strecke kennen wir ebenfalls
    in der anderen Richtung. Waren von Donaueschingen bis Wien unterwegs
    mit dem Fahrrad. Die Wachau war so schön zum radeln. Haben diese Strecke
    noch in bester Erinnerung.
    Heute haben wir Gabis und Pascales Geburi gefeiert am Trüelweg. Sind
    soeben nach Hause gekommen und wieder erwartungsvoll den Blog von dir
    geöffnet