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#17 Und dann kommt es anders als man denkt

Heute Montag 16.07.2018 startete ich um ca. 08:00 Uhr beim nahe gelegenen Supermarkt wo ich mich noch mit Mineralwasser für den Tag eindeckte. Es soll warm werden. Frohen Mutes verliess ich Körmend auf der Hauptstrasse Richtung Osten. Die Strasse voller Schlaglöcher, aber das kennen wir ja von gestern. Dann ausgangs Stadt man staune, alles frisch geteert und ein grosser Kreisel mit noch grösserer Tankstelle daneben. Rein in den Kreisel zweite Ausfahrt auf die Nr. 8 Richtung Osten. Doch halt, nach zweihundert Meter ein Fahrverbot für Pferdefuhrwerke, Traktoren und... ja genau Fahrräder. Auf dieser Strasse verkehren die LKW’s und PKW’s mit hohen Tempi. Es ist zwar keine Autobahn aber wird fast wie eine genutzt. Wenden auf der Strasse zurück zu dieser grossen Tankstelle, Karte und Navi konsultieren. Beide sagen das Selbe, es gibt weder eine parallele Route zur Nr. 8 noch einen Radweg der in diese Richtung führt oder sonstige Alternativen. Lagebeurteilung; Mein geplanter Weg hätte mich nach Osten, dann nach Süden an den Balatonsee geführt. Wie ich schon feststellte gibt es aber keine parallele Route nach Osten. Nach Norden, dann nach Osten; schlechte Variante, denn irgendeinmal muss ich Richtung Süden und stosse wieder auf die Nr. 8. Nach Westen, von da komme ich, keine Variante. Nach Süden, ja da gibt es beim Kreisel eine Strasse nach Süden. Sie ist zwar gleich breit wie die Nr. 8 und die LKW fahren auch schnell aber ich habe da kein Fahrverbot gesehen. Entschluss; Ich nehme also die Nr. 86 nach Süden und nach ca. sieben Kilometer kann ich dann links Richtung Südosten abbiegen.
Gesagt getan. Mit viel Mut auf die Nr. 86, die LKW’s donnern mit neunzig Sachen und die PKW’s mit weit über hundert Kilometer pro Stunde an mir vorbei. Zum Glück nehmen alle genügend seitlichen Abstand was mir zeigt, ich werde mit meinen gelben Taschen wahrgenommen.
Nach sechs Kilometer kommt eine Kreuzung und ich traue meinen Augen nicht. Fahrverbot für Esel und Fahrradfahrer oder so ähnlich. Lagebeurteilung; Geradeaus nach Süden geht nicht, nach Westen will ich nicht, nach Osten ist keine Strasse, vom Norden komme ich. Super Lagebeurteilung denke ich so für mich. Da sehe ich parallel zur Nr. 86 etwas versteckt ein Strässchen welches südlich führt. Zwar mit einem Sackgasse Signal aber immerhin südlich. Die Distanz bis zur Strasse welche dann südöstlich wegführt beträgt nur noch ca. 800 Meter und wenn es sein muss schiebe ich das Fahrrad mit Gepäck über ein Feld. Entschluss; dieses Strässchen nehme ich. Wenn ich mit meiner Beurteilung falsch liege, dann habe ich ein grösseres Problem, sprich Kilometer zurückzulegen.
Aber der Beschützer der Fahrradfahrer wollte es gut mit mir, denn die Sackgasstafel stammte wohl aus älteren Zeiten. So ging es nun weiter über die Nr. 76 quer Feld ein, rauf und runter, von Schlagloch zu Schlagloch. Aber auch hier die schnellen LKW’s und PKW’s nur ist die Strasse viel schmäler als vorher die Nr. 86. Alles lief soweit so gut. Die Fahrverbote kamen erst wieder in der Stadt Zalaegerszeg. Das nahm ich aber gelassen, in der Stadt gibt es genügend Ausweichrouten. Die unfreiwillige Routenwahl nach Süden und dann östlich führte dazu, dass ich nun jeden Hügel queren musste. In dieser Gegen verlaufen alle Hügel in Richtung Nord-Süd. Was soll’s, wenn es rauf geht, geht es auch wieder runter.
Kurz nach Mittag bin ich am Balaton angekommen. Die Temperatur stieg und ich schaltete Pausen ein um meinen Flüssigkeitshausalt wieder auf Vordermann zu bringen. Ich fuhr noch über dreissig Kilometer dem Balaton entlang bis ich genug Fahrrad für heute hatte. Nach diesem doch anstrengenden Tag, gönne ich mir ein Häuschen (Zimmer) auf einem Campingplatz direkt am Balaton. Hier bleibe ich bis übermorgen Mittwoch.

 

Für Interessierte noch die heutige Strecke; Körmend - Katafa - Bagod - Zalaegerszeg - Pölöske - Pacsa - Zalaapati - Keszthely - Balatongyörök - Szigliget - Badacsonylabdihegy

 

Ein paar Zahlen:
111.75 km gefahren
sonnig und heiss
18°C min. Temp
40°C max. Temp
25°C durchsch. Temp
592 m positive Höhendifferenz
652 m negative Höhendifferenz
18.8 km/h durchsch. Fahrgeschwindigkeit
47.1 km/h max. Fahrgeschwindigkeit

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Margaretha (Dienstag, 17 Juli 2018 09:55)

    Oh je ein Tag zum vergessen. Es kommen wieder bessere Zeiten. Nur nicht verzagen. Ein Ruhetag hast Du verdient. Heute ist wohl Unterhalt am Velo angesagt. Machs guet. A schöne Tag.!!!!!

  • #2

    Wenger Elisabeth und Franz (Dienstag, 17 Juli 2018 13:28)

    Erst jetzt hatte ich so richtig Zeit den super Bericht mit den negativen
    Erfahrungen mit den Strassen usw. Zu lesen. Und zwar ist seit gestern
    Karin und Urs Katze verschwunden gewesen. Sie ist nun nach langer und
    aufwendiger Suche wieder zum Vorschein gekommen. �.
    Glücklicherweise ist alles gut gegangen auf deiner Abenteuer Fahrt. Man merkt da halt gut dass das nicht Schweizer und Deutschland und ebenfalls Oesterreicher Verhältnisse sind und herrschen. Also weiter auf der Hut sein
    und Daumen halten, dass sowas nicht Zuviel vorkommt��.