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#04 Dem Regen davon...

Die Wetterprognosen melden für heute Dienstag 3. Juli ab dem Mittag heftige Gewitter und dies auf meiner ganzen Strecke. Das bedeutet ein drittes Mal früh aus den Federn. 05:40 Uhr ist Abfahrt in Sargans. Frühstück hat es natürlich um diese Zeit im Hotel keins gegeben. Mit der Chefin habe ich gestern Abend an Stelle des Frühstücks zwei Sandwiches ausgehandelt, hat tiptop geklappt. Auf dem Rhein-Damm ging es mit leichtem Rückenwind zügig Richtung Lichtenstein. Die Wolken am Himmel türmen sich schon bedrohlich auf, ich muss Gas geben!
Pünktlich um 09:00 Uhr bin ich in Bludenz. Zuvor habe ich das erste Sandwich und viel Flüssigkeit am Galinasee geschluckt. Wieso pünktlich um 09:00 Uhr in Bludenz? Um diese Zeit öffnet das Einkaufszentrum Zimbapark und dort muss ich im A1 Shop eine Daten-SIM-Karte für meinen Hotspot kaufen. So bin ich weiterhin unabhängig von fremden WiFi’s und kann auch via Internet telefonieren.
Wenn ich ins Montafoner-Tal schaue regnet es da weiter hinten, wo mein Ziel liegt, in Strömen. Hier in Bludenz hat es aber aufgehellt und die Sonne scheint. Also nehmen wir die letzten 30 Km in Angriff. Diese Kilometer haben es aber in sich, sie steigen stetig bis auf 1'000 Meter. Dafür hellt der Himmel auch vor mir auf und der Regen scheint sich zu verziehen. Der Radweg der Ill entlang ist wunderschön und kann allen Radfahrerinnen und Radfahrern wärmstens empfohlen werden.
Vor mir klärt der Himmel zwar auf aber nun kommen von hinten schwarze Wolken und das Donnern immer näher und es sind immer noch 15 km. Immer Berg auf, die Beine werden schwer und ich muss schon wieder einen Gang runterschalten. Ich will nicht nass werden. Noch 10 km. Ein stürmischer Wind, wie er kurz vor einem heftigen Gewitter aufkommt, wirbelt Blätter und Staub durch die Luft. Zum Glück kommt der Wind von hinten und unterstützt mich bei der Bergfahrt. Noch 5 km. Schon wieder einen Gang zurückschalten. Ich denke „nächstens bleibst du stehen du Memme“. Meine Oberschenkel sind nach den drei anstrengenden Tagen tot. Ich bin kein Radrennfahrer, wie schaffen die es bei der Tour de France? Der Donner kommt immer näher, erste Regentropfen. Noch 2.5 km. Die Gegend kenne ich von unseren Ferien bestens. Beim „Spar“ kommt noch einmal ein kurzer ruppiger Anstieg, da musst du beissen, dann hast du es fast geschafft. An der Versettla Talstation vorbei, noch 200m. Der Regen setzt ein, aber das kümmert mich die letzten 50 Meter wenig, denn nun bin ich am Ziel. Unsere Freunde der Pension Rudolph begrüssen mich herzlich und nehmen mich verschwitzt wie ich bin, in ihre Arme.
So nun duschen, Kaffee trinken und um 16:00 Uhr den WM Match Schweden – Schweiz schauen. Danach zwei Ruhetage.

Thesi ist in der Zwischenzeit auch eingetroffen. Sie ist mit der Eisenbahn nachgereist und bleibt ebenfalls die nächsten zwei Tage in Gaschurn.

Ein paar Zahlen:
81 km gefahren
bewölkt
15°C min. Temp
28°C max. Temp
19°C durchsch. Temp
589 m positive Höhendifferenz
150 m negative Höhendifferenz
15.9 km/h durchsch. Fahrgeschwindigkeit
39.3 km/h max. Fahrgeschwindigkeit

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Kommentare: 6
  • #1

    Chrige u Thomas (Mittwoch, 04 Juli 2018 14:42)

    Liebe gruess us Gäuterfinge. Häbets no guet dir zwü

  • #2

    Benu (Mittwoch, 04 Juli 2018 21:38)

    Hallo Tinu
    Das mit dä Oberschänkle chunt wieder guet nume nid nala ��
    Lg Benu

  • #3

    Pesche Zbinden (Mittwoch, 04 Juli 2018 21:39)

    Super interessant di Blog. Süffig zum läse.
    Gueti Ruehetäg und denn gueti Witerfahrt.
    Grüessli
    pesche

  • #4

    Chrigu S (Mittwoch, 04 Juli 2018 23:40)

    Cooli Sach!!
    Gueti Erholig. Bi gspannt wis witergeit!
    Lg usem Seeland

  • #5

    Daniel Birkenmaier (Donnerstag, 05 Juli 2018 07:15)

    Super Sach Herrrrch Tschuuuuumi
    Erhou di guet u gniess dr Ruhetag, hesch ja no chli öbbis vor Dir. Benide di auso chli, würd o gärn chli id Färni radle ��
    Häb sorg u gäng gnue Saft im Tank, äh i de Wadli, Herrr Birrgemäiärch

  • #6

    Emanuel Kocher (Donnerstag, 05 Juli 2018 08:59)

    Hoi Tinu

    I ha schön müesse lache bi "i wott nid nass wärde"! Was bisch äch du für ne Tourefahrer? ;) Verschtah aber guet, dass mes wott vermiede wes sech grad laht la irichte u du bisch ja äxtra früech ufgschtange drfür... :)

    Cooli Tour u schpannende Blog! Witerhin gueti Fahrt und guets Wätter u ke Angscht - dini Oberschänkle gwahne sech schnäu a d Belaschtig, das chunt itze de immer besser u super hesch ou Erholigsphasene iplant!

    Liebe Gruess usem Norde