Der Hirzel stand als erste Herausforderung des Morgens
buchstäblich direkt vor der Haustür. Nach den schlechten Erfahrungen letztes Jahr als wir den markierten Radweg wählten und schon bald überhängend mit Seil und Steigeisen unsere beladenen Velos
den Hirzel hochwuchteten, bevorzugte ich heute die Strasse. Der Montag Morgenverkehr um 6 Uhr war schon enorm, aber parallel zur Strasse führt ein Trottoir welches auch von Velos benutzt werde
darf. Kurz um, nach nur 25 Minuten war ich auf dem Hirzel und wurde durch die Sonne, welche hinter den Bäumen aufstieg empfangen.
Via hügeliges Gelände, ging es auf schönen Pfaden über Felder und Wiesen. Die Katzen waren am „Mausen“, Störche, Möwen und Graureiher stolzierten auf den Felder herum und die ersten Reiterinnen waren schon auf dem Ausritt. In Pfäffikon SZ gönnte ich mir dann in einer Bäckerei ein Morgenessen und schaute durch die
grosse Glasscheibe den Bäckerinnen bei der Arbeit zu.
Weiter ging es via Wangen – Bilten – Weesen – Walensee – Quarten – Walenstadt nach Sargans. Immer wieder faszinierend der Radweg entlang des
Walensees. Er führt einerseits durch Tunnel und im nächsten Augenblick hast du das Gefühl als Geisterfahr in den Gegenverkehr der Autobahn zu fahren. Beim Anblick des Walensees und der Autobahn kommt mir immer das Lied (1974) von Trio Eugster aus meiner Kindheit in den Sinn "Oh Walesee oh Walesee was bisch du für ne Qualesee..." Da gab es die Autobahn noch nicht und
der Verkehr staute sich jedes Wochenende als die Zürcher zum Skifahren ins Graubünden und zurück fuhren.
In Sargans angekommen habe ich mich entschlossen für heute die Tour zu
beenden und im Hotel Franz Anton ein Zimmer zu beziehen.
Ein paar Zahlen:
85 km gefahren
schön und heiss
13°C min. Temp
32°C max. Temp
20°C durchsch. Temp
564 m positive Höhendifferenz
617 m negative Höhendifferenz
17 km/h durchsch. Fahrgeschwindigkeit
44.4 km/h max. Fahrgeschwindigkeit
Kommentar schreiben